Donnerstag, 5. März 2026

Jacke Nr. 5: Boucléjacke mit Streifen

Mit Jacken hab ich es ja nicht so, ihr seht es an der niedrigen Nummer. Wenn, dann nur Jacken ohne Knöpfe (Ausnahme: Babyjacken!). Aber ab und zu sehe ich doch ein Beispiel, wie schön eine Jacke sein kann. Deshalb habe ich vor über einem Jahr eine Boucléjacke, na eher ein Jäckchen, begonnen, das ich bei Wolle Rödel im Internet gefunden hatte. Nach einer sehr kurzen Anfangseuphorie lag mein Bouclé-Projekt seitdem im Schrank. Ich hatte die Lust daran verloren, weil sich das DROPS Alpaca Bouclé Garn total schlecht verarbeiten lässt. Man bleibt ständig mit den Nadeln in den falschen Schlaufen hängen und die vielen Farben im ständigen Wechsel nervten, weil die Fäden immer wieder mühevoll entwirrt werden mussten. 

Ein neuer Anlauf sollte die Altlast beseitigen. Ich übte mich in Geduld und es ging langsam aber sicher voran. Ich hatte lange überlegt, ob ich die Jacke in einem Stück stricke oder in getrennten Rücken- und Vorderteilen. Ich entschied mich für getrennte Teile, weil ich plante, die Vorderteile spiegelverkehrt zu stricken, damit ich die Fadenübergänge beim Farbwechsel immer in den Seitennähten verstecken könnte. Unterwegs musste ich jedoch feststellen, dass meine langen Überlegungen umsonst gewesen waren. Das Muster der Krausrippen sieht beim Farbwechsel nicht auf Vorder- und Rückseite gleich aus. Ich habe hin und her probiert, aber es ließ sich nicht hinkriegen, wenn ich rechte Krausrippen stricken wollte. Ein Vorderteil hatte die Farbwechselfäden auf der Vorderöffnung der Jacke, das sah unschön aus. Also habe ich als Lösung den Rand doppelt gestrickt, einmal von innen mit rosa, einmal von außen in schwarz. Das hatte ich bei den Henley Pullis (Nr. 59 und 63) schon gelernt. Sieht echt professionell aus, aber meine Geduld wurde auf eine harte Probe gestellt. Es war echt viel Arbeit.



Pulli Nr. 76: Männerpulli mit Zöpfen

Für meinen Sohn hatte ich noch kein Geburtstagsgeschenk. Deshalb habe ich 4 Wochen vor dem Termin noch schnell einen Pulli angefangen. Inspiriert von der Tochter meiner Freundin sollte es auch ein Zopfpulli mit Sattelschulter werden. Nach gründlichem Lesen der Anleitung im DROPS garnstudio.com erkannte ich, dass die Sattelschulter beim Stricken von unten nach oben etwas komplizierter und risikoreicher ist, als wenn man von oben nach unten strickt wie beim Pulli Nr. 47. Flexibel wie ich bin, habe ich deshalb auf gerade angestrickte Ärmel umgeschwenkt, um auf jeden Fall den Termin zu halten. Wie ein Jahr zuvor beim Pulli Nr. 65 hab ich mich für den doppelten Halsrand entschieden, der einfach super elastisch ist. Und über das Material musste ich gar nicht nachdenken, ratet mal. Natürlich wieder DROPS Merino extra fine im schönen greige Ton. 



Babystrick Nr. 11: Jacke mit Stickerei

Da die letzte Jacke schon etwas knapp an den Ärmeln wird, habe ich eine neue für den 1jährigen Enkel gestrickt, zum ersten Mal mit Stickerei. Ich hatte keine perfekte Vorlage und habe deshalb nach vagen Fotos im Internet improvisieren müssen. Die Pilze erkennt man gut, aber der Igel? Fazit: Sticken ist nicht meine Lieblingsbeschäftigung und wird es definitiv auch nicht werden. Trotz meiner Unzufriedenheit ist das Ergebnis auf große Bewunderung gestoßen. Die Knöpfe aus Holz mussten einfach sein, waren nicht ganz billig.



Babystrick Nr. 10: Noch ein Partnerpulli mit der Mama

Vom Pulli Nr. 72 meiner Tochter war noch Wolle da. Deshalb gab es noch einen Pulli fürs Baby zum 1. Geburtstag. Damit der große Babykopf beim Anziehen gut hineinkommt, musste ich wieder mit offener Schulter arbeiten, aber das kannte ich ja schon. Sonst ist alles exakt wie beim Mama-Pulli. Nochmal echt schön geworden, DROPS Merino extra fine ist einfach eine meiner Lieblingsmaterialien.